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Gedichte


Nachfolgende Gedichte und Aphorismen haben je einen langen Gärprozess hinter sich.

Analysismus

Welch Wimmeln und Gewirr,
so lasset mich euch zähmen!
Auch Vielfalt und Details,
ihr werdet mich nicht lähmen.

So lockt mich bei dem Streben
des Reduktionismus kalter Glanz,
und doch bleibt Sein und Leben
stets unteilbar, stets ganz.
Fassung vom 09.06.2005

Ideale

Ideale sind
gute Wegweiser,
aber
schlechte Messlatten.
Fassung vom 09.06.2005

Lebenspartitur

Jedes Leben ist ein Lied,
niemand vermag es
unversehrt anzuhalten.
Fassung vom 09.06.2005

Metagedanken

Sich in andere hineindenken bringt
Erkenntnis.
Sich in sich selbst hineindenken
Unendlichkeit,
Chaos,
Stillstand.
Fassung vom 09.06.2005

Gedankengräber

So viele
tote Gedanken,
erstickt,
verbrannt.

So viele
lebendige Gedanken,
errungen,
verschwiegen.
Fassung vom 09.06.2005

Vernunft

Vernunft ohne Gefühl
ist schnell unvernünftig.
Fassung vom 25.08.2008

On the fatal sequence ...

O,
o,
no
one
noted
the sound
of the thousand
mouths that sang of death
as their owners fought a mad tough battle
to break free from their selfinflicted bonds ...
Fassung vom 25.08.2010

Gaddafi!

Friss weiter Kaviar mit blutbefleckten Händen!
Schlächter! Tyrann!
Kämst du morgen an meine Türe
ich spucktete dir ins Gesicht!
So habe ich nur eines für dich:
Verachtung - abgrundtief.
Wo bleibt nur der Mörder in der Nacht,
um diesem Albtraum ein Ende zu setzen?
Fassung vom 16.03.2011